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SECUTAG
in den Medien |
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Bunte
Winzlinge in aller Welt
Nottulner Rolf Simons erfand fälschungssichere Warenkennzeichnung
Dieter
Klein
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Nottuln.
Wer immer auch den Triumphzug der tschechischen Fußball
Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft miterlebt hat,
konnte nicht sehen, dass an jedem Trikot und unter jedem Schuh
der Spieler ein kleines Stückchen aus Nottuln "klebte".
So klein, dass es erst bei etwa 100-facher Vergrößerung
als buntes Partikelchen sichtbar wird. Kleiner als Staub.
Erst 20 nebeneinander gelegt ergeben den Durchmesser eines
Menschenhaares.
Bei der Marken-Sportkleidung werden diese Sicherheits-Winzlinge
in Fäden und Etiketten eingenäht oder eingeklebt.
Es gibt sie aber auch in Flakons, so dass inzwischen mancher
Wirtschaftsboss mit einem Pinselstrich seinem Schreiben Originalität
und Einmaligkeit sichert.
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Rolf Simons hat die winzigen Farbcodes erfunden. Seine Tochter
Silke Simons zeigt anhand eines Modells. wie die Farbschichten
in den Mocro-Code eingebettet sind. |
"Secutag"
heißt dieser Micro-Farbcode, von Experten beurteilt als das
weltweit beste und wirkungsvollste Verfahren zur Kennzeichnung von
Waren. Erfunden und weiterentwickelt hat es der Nottulner Rolf Simons,
der zusammen mit seinem Sohn Dirk Simons die Firma Simons Druck
und Vertrieb GmbH leitet.
Gestern übernahm das ständig expandierende Unternehmen
seine neuen Produktionsräume an der Lise-Meitner-Straße.
In der Haupthalle werden die wichtigen Maschinen mit einer Länge
von 27 Metern eingesetzt. Die enorme Maschinengröße schließt
auch die Nachahmung der Partikel in so genannten "Hinterhof-Werkstätten"
aus. Außerdem wird während des Produktionsablaufs das
Basismaterial so grundlegend geändert, dass macht, mit scheinbaren
"Original-Etiketten" versehen und auf den Markt geschleust.
Außenhandels Fachleute schätzen den durch diese Produktpiraterie
entstehenden Schaden auf jährlich 30 Milliarden Euro allein
für die Deutsche Wirtschaft. Gewaltige Imageschäden und
- noch schlimmer - Produkthaftungs-Prozesse kommen dazu. Die bisher
bekanntesten Sicherungssysteme, wie Hologramme oder DNA-Codes, sind
zu teuer, zu aufwendig in der Anbringung und können selbst
dann noch gefälscht werden.
So kam der Plakatmaler, Siebdrucker und Tüftler Rolf Simons
schon vor Jahren auf die Idee mit den Micro Farben Scheiben".
Lebensmittelecht, nahezu unzerstörbar, fälschungssicher
und preiswert. Rolf Simons: "1000 Sicherungen kosten im Material
gerade mal vier Euro!"
Um jedoch das Geheimnis der Produktion 'und Herstellung des Micro-Farbcodes
zu sichern, gleicht die neue Firma im Nottulner Industriegebiet
dem berühmten Fort Knox, wo die amerikanischen Goldreserven
lagern. Hohe Zäune umgeben auch das Areal in Nottuln. Simons:
"Und wenn einer über den Zaun steigen will, löst
er gleich zwei unabhängige Alarmsysteme aus. Optisch und akustisch
durch Scheinwerfer und Sirenen, gleichzeitig läuft bei einer
Security Agentur ein stiller Alarm auf. Wir arbeiten Hochsicherheitsbereich,
müssen also mit Spionage und Auftragseinbrüchen
rechnen."
Dann zeigt Rolf Simons auf die Türklinken: "Achten Sie
darauf. Die sind nur von außen zu öffnen. Wer drin ist,
bleibt drin." Was noch an "Feinheiten" in dem neuen
Betrieb steckt, bleibt Firmengeheimnis.
Sicher ist nur, in Nottuln arbeiten etwa 40 Menschen daran, dass
in Deutschland nicht Jahr für Jahr 70 000 Arbeitsplätze
durch schlechte Plagiate verloren gehen.
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